Anhalter Bahnhof

Die Instandsetzung der Portalruine des 1875-1880 erbauten ehemaligen Anhalter Bahnhofes umfasst zwei Bauabschnitte. Nach nunmehr erfolgter weitgehender Fertigstellung des ersten Bauabschnittes werden bis 2005 die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt fortgesetzt. Ziel der Instandsetzungsmaßnahme ist die Herstellung eines möglichst dauerhaften baulichen Zustandes, unter Würdigung der hohen handwerklichen Qualität des Ursprungbaus. Der fragmentarische Zustand als Ruine bleibt erhalten.

Wir führen dabei die Stuck- und Putzarbeiten nach der restauratischen Sicherung durch.

Stuck Nagel Berlin Stuck Nagel Berlin

Die Portalruine des ehemaligen Anhalter Bahnhofes stellt sich als ein allseits bewittertes Fragment dar. Die vom Askanischen Platz abgewandte Seite der Portalruine wird heute von dem Betrachter als eine ziegelsichtige Außenwand wahrgenommen. Dieser Eindruck entspricht jedoch nicht ihrer ursprünglichen Funktion. Als ehemalige Vestibülwand bildete sie ein Teil des reichhaltig ausgeschmückten Entrees des Anhalter Bahnhofes und war somit als Innenwand nicht den Witterungseinflüssen ausgesetzt und wurde auch nicht dementsprechend ausgebildet.

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Die Vestibülwand wurde während der Nutzungszeit des Bahnhofes mehrfach überformt. Nach restauratorischen Befund lässt sich festhalten, dass die Wand mit einem ein- oder auch teilweise mehrlagigen Kalkmörtel-Putz überzogen war, der als Grundlage einer geglätteten, teilweise aus vorgefertigten Gipsgusselementen bestehenden, dünnen Gips- oder Gipsstuckschicht diente. Nach Fertigstellung der Putzarbeiten wurden die Schäfte, Basen und Plinthen der Halbsäulen mit einem naturweißen Gips- oder Gipsstuck überzogen.


Baubeginn: November 2004
Auftraggeber: Bezirksamt