Verputzen von Wandflächenheizungen


Die Wandheizung ist ein Heizsystem das sich in den vergangenen Jahren in Kombination mit modernen Wärmeerzeugungstechniken und ähnlich wie Fußbodenheizungen einen zunehmend wachsenden Marktanteil erobert hat.
Zurzeit gibt es für Wandflächenheizung noch keine Normung. Daher sind für die Aufbringung von Putzen die Verarbeitungsvorschriften der Hersteller sowie die einschlägigen Richtlinien zu beachten.
Voraussetzung für das Verputzen von Wandflächenheizungen ist die ordnungsgemäße Befestigung der Heizrohre, die aus Kunststoff bzw. Kupferrohr bestehen, am Untergrund.
Bei den Putzarbeiten müssen selbstverständlich die DIN 18 550 sowie die VOB/C DIN 18 350 beachtet werden. Unter Umständen muss eine geeignete Grundierung auf den Untergrund aufgebracht werden. Zur Ausführung können Putze mit den Bindemitteln Gips, Kalk, Lehm und Zement kommen. Die Putze für Wandheizungen unterscheiden sich in der Regel nicht von herkömmlichen Putzen. Wärmedämmputze sind für Wandheizungen ungeeignet. Putze mit den Bindemittel Silikat oder Kunstharz können als Oberputze eingesetzt werden.
Putze sollten vorzugsweise einlagig zweischichtig (frisch in frisch) verarbeitet werden. In die oberste Schicht sollte eine Putzbewehrung eingebettet werden. Putzbewehrungen sind einlagen im Putz z.B. aus Metall, aus mineralischen oder Kunststofffasern bzw. aus Glasfaserarmierungsgeweben. Eine Putzbewehrung erhöht die Zugfestigkeit des Putzes und beugt der Verbreiterung von eventuellen Rissen vor.
Die Putzdicke richtet sich nach der DIN und ist Materialabhängig, wobei die Mindestputzdicke einzuhalten ist.
Sieben Tage nach dem Verputzen kann mit dem Funktionsheizen begonnen werden. Dies beginnt mit einer Vorlauftemperatur von 25 Grad C, die 3 Tage zu halten ist. Danach wird die maximale Vorlauftemperatur eingestellt und 4 Tage gehalten.