Steine

Stuck Nagel Berlin

Kalksandsteine

Der Begriff Kalksandstein bezeichnet natürlich vorkommende Sandstein-Arten, meist jedoch künstlich hergestellte Mauersteine aus Sand und Calciumcarbonat bzw. Calciumsilikathydrat als Bindemittel.
Bei künstlich hergestellten Kalksandsteinen ist das Bindemittel nicht Calciumcarbonat, sondern ein durch Dampfhärtung erzeugtes Calciumsilikathydrat. Im Bauwesen bezeichnet der Begriff Kalksandstein in der Regel diese künstlich hergestellten Kalksandsteine (KS), die üblicherweise als Mauersteine angeboten werden.
Als Naturstein kommt Kalksandstein in Deutschland nur selten vor und wird lediglich in den münsterländischen Baumbergen als Naturwerkstein gewonnen und wirtschaftlich genutzt, siehe Baumberger Kalksandstein. Zu den ältesten Produktionsstandorten von Kalksandstein in Deutschland zählt Niederlehme in Brandenburg.

Kalksandsteine werden in der DIN-Norm 106 reglementiert. Sie regelt Bezeichnung, Steindruckfestigkeitsklassen, Rohdichteklassen, Format und Lochung von Kalksandsteinen. Die Vornorm mit der Ausgabe 10.2005 ersetzt zusammen mit DIN EN 771-2 die älteren Teile 1 und 2 der DIN 106.

Steinart Kurz-
zeichen
Steinfestigkeits-
klasse (SFK) (N/mm²)
Rohdichteklasse (RDK)
(kg/dm³)
Schichthöhe Loch-
anteil
KS-Vollstein KS 12; 20 1,8; 2,0 ≤12,5 cm ≤15%
KS-R-Stein KS-R
KS-R-Blockstein KS-R ≤25 cm
KS-R-Planstein KSR P
KS-Fasenstein KS F 1,6; 1,8
KS XL-Planelemente KS XL-PE 12; 16; 20 1,8; 2,0 ≤50 cm; ≤ 62,5cm
KS XL-Rasterelemente KS XL-RE 1,6; 1,8; 2,0
KS-Lochstein KS L 12; 20 1,2; 1,4 ≤12,5 cm >15%
KS-R-Hohlblockstein KS L-R 12 1,2; 1,4 ≤25 cm
KS-R-Plansteine KS L_R p
KS-Vormauersteine KS Vm ≤10 1,6 bis 2,0 ≤12,5 cm ≤15%
KS-Verblender KS Vb ≤16
KS-Bauplatten KS-BP - 1,2;1,8;2,0 ≤25 cn -